Gebäudeprofil — zentrale Datenerfassung (7 Folien)

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Steckbrief (neu) v7.36.1
v20260801a

Schritt 0 — Anlass

Was möchten Sie heute erfassen?

Der Steckbrief passt sich Ihrer Aufgabe an: Bei einer Sanierung erfassen wir den Bestand mit Vorher/Nachher-Vergleich, beim Neubau direkt das Effizienzhaus-Ziel.

Später entscheiden — direkt zum Steckbrief →
📂 Import / Export

Gebäude und Bauherr

Stammdaten zum Projekt, Geometrie und Höhen. Die Skizze rechts aktualisiert sich live.

👤 Bauherr

📋 Projekt

🏠 Gebäudetyp

🏡
EFH
🏠
ZFH
🏘️
DHH
🏚️
RH
🏢
MFH
🏬
Büro NWG
🏭
Gewerbe

📐 Grundriss-Geometrie A × B (+ C × D bei nicht-Rechteck)

Rechteck: A × B. Bei L/U/T: zusätzlich C × D als Eckausschnitt bzw. Anbau.
🏗 Stockwerke einzeln aufbauen (Geschoss-Editor) → Für hochkomplexe Gebäude mit Rücksprüngen, Staffel-/Auskragungsgeschossen — eigener Grundriss je Etage. Übernimmt die Daten von hier; die berechneten Hüllflächen fließen zurück in den Steckbrief.

📏 Höhen & Dach

Für Gebäude mit verschiedenen Dächern (z. B. altes Steildach + Flachdach-Anbau): je Dach Form, Neigung, Firstrichtung, Fläche, U-Wert und Dachflächenfenster. Das speist Heizlast, Hülle, Kühllast und sommerlichen Wärmeschutz. „Dach 1" entspricht den Feldern oben — hier ist die maßgebliche Eingabe (das Bauteil „Dach" bekommt die flächengewichtete Summe).

🔥 Heizung

Zonen & Räume

Thermische Zonen und ihre Räume. Angelegte Räume fließen direkt in die Heizlast (und künftig Kühllast). Hüllflächen je Raum sind optional; bleiben sie leer, schätzt die Heizlast sie selbst.

🛋 Zone

Einzonen-Modell: Wohngebäude → eine Zone „Wohnbereich" (Profil EFH/MFH), Nichtwohngebäude → „Büro". Räume aus dem Import erscheinen automatisch hier. θᵢ = Solltemperatur, n = Luftwechsel.

Fenster

Fensterflächen je Wand und Etage — mit 8 Himmelsrichtungen für eine genauere solare Bilanzierung.

🏢 Etagenweise Aufteilung benötigt?
Für detaillierte Pro-Etage × Himmelsrichtung-Aufteilung das Detail-Tool öffnen — sonst die Pauschal-Erfassung unten nutzen.
📋 Detail-Tool öffnen ↗

🪟 Fenster & Türen — Bestandserfassung pauschal pro Bauteilgruppe

Hauptfenster (Fassade)
3-fach Wärmeschutzverglasung — heutiger Standard, GEG-Referenz
Fensterflächen je Wandseite [m²] — Soll-Summe
Summe: 0,0 m² ·
Dachfenster (Velux/Roto, falls vorhanden)
Haustür

🎯 Sanierungsziel — neue Fenster & Türen fließen in Bericht + Baukosten

Hauptfenster (Sanierungsziel)
3-fach Wärmeschutzverglasung — heutiger Standard, GEG-Referenz
Dachfenster (Sanierungsziel)
Haustür (Sanierungsziel)

🪟 Fenster-Tabelle Σ — m²

Wand Etage Typ Raum Anz. B [m] H [m] Σ Fläche Uw g-Wert

🧭 Aggregation pro Himmelsrichtung

💡 Beleuchtung Nichtwohngebäude · DIN V 18599-4

Endenergiebedarf für Beleuchtung je Zone nach dem Tabellenverfahren (DIN V 18599-4:2018-09). Soll-Beleuchtungsstärke Em und Nutzungszeit kommen aus dem Nutzungsprofil (Tab „📋 Nutzungsprofile"), die Raumgeometrie aus den Räumen (Tab „🛋 Zonen").

Beleuchtungssystem
ZoneNutzungsprofil Fläche m²Em lx Orient.aTL % p W/m²t h/a q kWh/m²aQ kWh/a
Gebäude gesamt (Beleuchtung, Strom)

p = spez. Bewertungsleistung (Tab. 5 pj,lx · Em · Lampenfaktor kL), t = Nutzungszeit (Tag + Nacht) aus dem Profil. Präsenz-/Konstantlicht-Faktoren nach Abschn. 5.4/5.5. Der Endenergiebedarf fließt als Strom in die NWG-Bilanz und wird als ergebnisse.nwg_beleuchtung gespeichert.

3D-Modell

Live-Visualisierung der Geometrie aus Tab 1 und der Fenster aus Tab 2 — Maus-Drag oder Slider zum Drehen.

🧊 IFC-3D-Modell
Geschoss aus-/einblenden (ins Gebäude schauen):
WandFenster DachGiebel DrempelBoden
📊 Flächenaufstellung

Flächenaufstellung

Live-Berechnung aus Geometrie (Tab 1) und Fenstern (Tab 2). Werte sind Anzeige — Persistierung folgt in einer späteren Stufe.

Wohnfläche
AN nach GEG
Beheiztes Volumen Ve
Hüllfläche A
A/V-Verhältnis
1/m

🧱 Wandflächen pro Himmelsrichtung Brutto editierbar · Reset stellt Auto-Wert wieder her

Richtung Auto [m²] Brutto manuell − Fenster Netto-Wand
Σ

Auto-Werte aus Polygon-Kanten + Geschosshöhe. Bei asymmetrischen Gebäuden (Erker, Anbauten, Sondergeometrien) den Brutto-Wert manuell überschreiben — der wird gespeichert und überschreibt den Auto-Wert. ↻ Reset stellt den Auto-Wert wieder her.

📦 Hüllflächen-Komponenten

BauteilFläche [m²]Quelle
Σ Hüllfläche A

🚪 Räume — Räume gesamt

RaumEtageWfl [m²]θᵢ [°C]

Räume werden im Original-Steckbrief erfasst und hier nur angezeigt.

Energie BestandAnlagen & U-Werte

U-Werte der Bauteile, Realverbrauch und Bestand-Anlagen. Werte werden für Wärmeschutznachweis, Heizlast und Energiebilanz im Bericht verwendet.

Geplanter Wandaufbau, Soll-U-Werte und geplante Anlagentechnik (Lüftung, PV). Werte fließen in Wärmeschutznachweis, Heizlast und Energiebilanz.

Wandaufbau BestandWandaufbau (geplant) — Wandtyp wählst du in Tab 1, hier ergänzt du Innenputz + Dämmung

U-Werte nach SanierungU-Werte (Sollwerte) — Wand-U-Wert kommt aus Schichten oben, andere als Defaults aus Baujahr / EH-Standard

Schichtaufbauten — pro Bauteil: ✓ vorhanden / ⚠ fehlt. Klick auf „bearbeiten" öffnet den U-Wert-Rechner.

Im U-Wert-Rechner Schichten anpassen → mit „✓ Übernehmen & zurück" speicherst du den Aufbau direkt ins Projekt und kehrst zum Steckbrief zurück.

Wärmeübergabe — Wärmeabgabe im Raum · maßgeblich für WP-Auslegung & Kühlung

Niedertemperatur-Übergabe (Fußboden/Wand/Decke) → niedrige Vorlauftemperatur → höhere WP-Arbeitszahl und Flächenkühlung möglich.

Realverbrauch (Heizung + Warmwasser)

Verbrauch in kWh/a — bei Heizöl: Liter × 10, bei Gas: m³ × 10, bei Pellet: kg × 4,8. Wird zur Plausibilisierung von Endenergie + Kosten Bestand verwendet.

Lüftung BestandLüftung (geplant)

PV-Anlage BestandPV-Anlage (geplant) — optional, falls vorhanden— Solar-Pflicht NRW/BY/BW: ≥ 25 % der Dachfläche

Ziele & Förderung

Sanierungsziel, Anlass und Förder-Voraussetzungen. Daraus werden Programm-Empfehlungen und Bonus-Stufen abgeleitet.

Förder-Voraussetzungen und KfW-/BEG-Programm-Auswahl für den Neubau. Daraus werden Programm-Empfehlungen und Bonus-Stufen abgeleitet.

Anlass & Zeitplan — Zielstandard (Sanierung) bzw. Neubau-Standard (immer mind. EH 55) wählst du in Tab 7 „Anforderung"

Eigentum & Förderboni

Einkommensbonus gilt nur bei selbstgenutzten Ein-/Zweifamilienhäusern. Klima-Bonus wird automatisch erkannt anhand Bestand-Heizung (Öl/Kohle/Gas vor 2009).

Förderprogramme

Welche Programme sollen im Bericht / der Finanzierungsrechnung berücksichtigt werden? Mehrfachauswahl möglich.

Klimaregion

Wird aus der PLZ automatisch ermittelt. Manuell überschreibbar für Spezialfälle.

Anforderung

Effizienzhaus-Ziel und Soll-Werte — passt sich an den gewählten Anlass an.

Hauptnutzung · Nutzungsprofil (DIN V 18599-10) · Nichtwohngebäude

Bei Nichtwohngebäuden ist der Gebäudetyp stets „Gewerbe" — maßgeblich ist das Nutzungsprofil. Man unterscheidet zwei Ebenen.

1. Hauptnutzung (Nutzungsprofil des Gesamtgebäudes)
das dominante Nutzungsprofil (DIN V 18599-10) für das Gebäude insgesamt. Ein Gebäude kann mehrere Nutzungszonen besitzen, hat aber für viele Nachweise eine dominante Hauptnutzung.
2. Nutzungsprofile (DIN V 18599-10)
werden den einzelnen Zonen zugeordnet — je Zone im Tab wählbar. Liste: Tab .

Die Hauptnutzung bestimmt die Nutzungsrandbedingungen (Betriebszeiten, Solltemperaturen, TWW-Bedarf, Beleuchtung) und wird an den Energieausweis und den Gebäudepass übertragen. Für die Zonenbilanz sind die Profile je Zone maßgeblich.

Typische Hauptnutzung je Gebäudetyp

GebäudetypTypische Hauptnutzung
BürogebäudeBüro und Verwaltung
SchuleUnterricht
KindergartenGruppenräume
HochschuleHörsäle, Seminarräume
KrankenhausGesundheitswesen
PflegeheimWohnen / Pflege
HotelBeherbergung
EinzelhandelVerkauf
SupermarktVerkauf mit Kühlung
RestaurantGastronomie
IndustriehalleProduktion
LagerhalleLager / Logistik
SporthalleSport
SchwimmbadSchwimmbad

Hinweis: Für die Zonen-Bilanzierung sind die Nutzungsprofile (Tab Nutzungsprofile) maßgeblich — die Hauptnutzung dient der Einordnung des Gesamtgebäudes.

Nutzungsprofile · DIN V 18599-10 [2025-10]

Zuordnung der Nutzungsprofile zu tatsächlichen Nutzungen (Nichtwohngebäude). In Klammern die tägliche Nutzungszeit. Quelle/Erfahrungswerte zu DIN TS 18599-10 [2025-10], Tabelle 5.

💡 Nutzungsprofile werden den einzelnen Nutzungszonen zugeordnet — im Tab kannst du je Zone das passende Profil aus dieser Liste wählen. Die übergeordnete Hauptnutzung (Nutzungsprofil des Gesamtgebäudes) findest du im Tab .
Nr. Nutzung (Nutzungszeit) Beschreibung / Zuordnungshinweise

Hinweis zu Nutzungs- und Betriebszeiten: Für alle Nutzungsprofile ist die Übernahme der Nutzungs- und Betriebszeiten (Tabelle 5, Spalten 3–11) aus der übergeordneten Nutzung erlaubt, wenn dies eine sich aus dem Nutzungskonzept des Gebäudes ergebende sinnvolle Annahme darstellt (Anmerkung a zu Tabelle 5).

Für Bettenzimmer in Kasernen und Ruheräume der Feuerwehr / Bereitschaftsdienste (24 h ganzjährig genutzt) gibt es derzeit kein passendes Nutzungsprofil — ggf. Profile 10 oder 11 mit Abweichungen als Grundlage für eigene Profile.

Spezielle Nutzungsprofile (BBSR-Online-Publikation Nr. 18/2009, individuelle Profile nach Anlage 2 Nr. 2.2.2 EnEV 2009):

  • Schwimmbäder (einschl. Nebenräume) — eigenes Profil aus BBSR-Publikation
  • Saunabereich → Nr. 34 · Fitnessraum → Nr. 35 · Labor → Nr. 36/38
  • Untersuchungs-/Behandlungsräume → Nr. 37/39 · Bettenzimmer → Nr. 10
  • Spezialpflegebereiche → Nr. 38/40 · Flure Pflegebereich → Nr. 39/41
  • Arzt-/Therapiepraxen → Nr. 40/42 · Lager-/Logistikhallen → Nr. 41/43
  • Gewerbl./industr. Hallen (grobe/feine Arbeit) → Nr. 22–24

Weitere Hinweise: Anhang D der DIN V 18599-10 [2018-09].

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Dipl.-Ing. Rolf Krause

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