Digitaler Gebäudepass — Building Trust Index & Gebäude-ID
Digitaler Gebäudepass
Ein Ausweis fürs Gebäude — ein Leben lang
Der digitale Gebäudepass ist das dauerhafte Konto Ihres Gebäudes: Er bündelt Baudaten, Energiekennwerte, Dokumente, Wartungen und geplante Sanierungen an einem Ort und behält seine Gültigkeit über jeden Eigentümerwechsel hinweg. Jedes Gebäude erhält eine unveränderliche Gebäude-ID und einen QR-Pass — vergleichbar mit einem Personalausweis, nur für Ihr Haus.
Herzstück ist der Building Trust Index (BTI): eine nachvollziehbare Bewertung aus sieben Säulen (Dokumentation, Technik, Energie, Wartung, Sanierung, Datenqualität, Zukunftsfähigkeit). Acht KI-Agenten halten den Pass aktuell, erkennen Lücken und zeigen konkret, welcher Schritt den Wert am meisten hebt — vom Förderantrag bis zur Wärmepumpe.
So entsteht ein lückenloses Stammbuch Ihres Gebäudes, das für Sanierung, Finanzierung, Verkauf und die Weitergabe an die nächste Generation gleichermaßen taugt.
Besonders wichtig für die Bank: Kreditinstitute müssen den energetischen Zustand von Immobilien heute belegen — für die Beleihung, für Förderkredite und für ihre eigenen ESG- und EU-Taxonomie-Pflichten. Der Gebäudepass liefert genau diese bankfähige, nachvollziehbare Datengrundlage: geprüfte Kennwerte, dokumentierte Modernisierungen und der Building-Risk-Wert beschleunigen die Kreditentscheidung und können den Weg zu besseren Konditionen und grünen Finanzierungen ebnen.
An ID for your building — for a lifetime
The digital building passport is your building's permanent account: it brings construction data, energy figures, documents, maintenance and planned refurbishments together in one place and stays valid across every change of ownership. Every building receives an unchangeable Building ID and a QR passport — like an ID card, but for your house.
At its core is the Building Trust Index (BTI): a transparent rating built from seven pillars (documentation, building technology, energy, maintenance, refurbishment, data quality, future readiness). Eight AI agents keep the passport up to date, spot gaps and show exactly which step raises the value most — from a subsidy application to a heat pump.
The result is a complete life record of your building, equally suited to refurbishment, financing, sale and handover to the next generation.
Especially important for the bank: lenders today must evidence the energy condition of a property — for mortgage lending, for subsidised loans and for their own ESG and EU-Taxonomy obligations. The building passport provides exactly this bank-ready, verifiable data basis: audited figures, documented modernisations and the Building Risk score speed up the credit decision and can open the door to better terms and green financing.
Häufige Fragen zum digitalen Gebäudepass
21 Antworten rund um Gebäude-ID, Building Trust Index, KI-Agenten, Datenschutz, Bankfähigkeit und Energieausweis.
1. Was ist der digitale Gebäudepass überhaupt?
Der Gebäudepass ist das digitale Konto Ihres Gebäudes: eine strukturierte, dauerhafte Akte, die alle relevanten Informationen — Baudaten, Energiekennwerte, Dokumente, Wartungen, Sanierungen und Bewertungen — an einem Ort zusammenführt. Anders als ein loser Ordner ist er lebendig: Er rechnet, bewertet und schlägt die nächsten sinnvollen Schritte vor.
2. Für wen ist der Gebäudepass gedacht?
Für Eigentümer (Überblick, Werterhalt, Sanierungsplanung), Käufer und Verkäufer (nachvollziehbarer Zustand statt Bauchgefühl), Hausverwaltungen (Wartungs- und Pflichtfristen) sowie Banken und Berater, die eine belastbare Datengrundlage brauchen.
3. Was ist die Gebäude-ID?
Jedes Gebäude erhält eine unveränderliche Kennung im Format DG-JJJJ-NNNNNNNN. Sie identifiziert das Gebäude eindeutig und bleibt über den gesamten Lebenszyklus bestehen — auch wenn Eigentümer, Adresse oder Nutzung wechseln. Die Gebäude-Identität ist damit bewusst von der Eigentümer-Identität getrennt.
4. Was bedeutet „lebenslang" — bleibt der Pass beim Verkauf erhalten?
Ja. Der Pass gehört zum Gebäude, nicht zur Person. Beim Verkauf geht die gepflegte Historie an den neuen Eigentümer über — Modernisierungen, Belege und Bewertungen bleiben erhalten. So wächst über Jahrzehnte ein lückenloses Stammbuch, das den Wert des Hauses transparent und glaubwürdig macht.
5. Was ist der Building Trust Index (BTI)?
Der BTI ist eine Gebäudebewertung von 0 bis 100 nach einem offenen, erklärbaren Regelwerk. Jeder Punkt ist nachvollziehbar hergeleitet — Sie sehen genau, welche Angabe wie viele Punkte bringt. Er verdichtet den Zustand des Gebäudes in einer Ampel und macht Fortschritte über die Zeit sichtbar.
6. Aus welchen Säulen setzt sich der BTI zusammen?
Aus sieben gewichteten Säulen: Dokumentation (20 %), Technik (20 %), Energie (15 %), Datenqualität (15 %), Wartung (10 %), Sanierung (10 %) und Zukunftsfähigkeit (10 %). Zusätzlich werden daraus drei Blickwinkel gebildet: Trust (Verlässlichkeit der Daten), Health (technischer Zustand) und Future (Zukunftsfähigkeit).
7. Ist der BTI eine Art Schufa- oder Bonitätsscore?
Nein — ausdrücklich nicht. Der BTI bewertet das Gebäude, nicht die Kreditwürdigkeit einer Person. Er sagt nichts über Einkommen oder Zahlungsverhalten aus, sondern über Dokumentationsstand, Technik, Energie und Pflegezustand des Objekts. Das Regelwerk ist offengelegt, kein geheimer Algorithmus.
8. Was ist der Unterschied zwischen Status und Potenzial?
Der BTI ist zweistufig: Der Status zeigt, wo das Gebäude heute steht. Das Potenzial zeigt, wie viele Punkte jede geplante Maßnahme voraussichtlich bringt — z. B. Fassadendämmung, neue Heizung, Fenster oder PV. So sehen Sie auf einen Blick, welcher Schritt sich am meisten lohnt.
9. Was machen die acht KI-Agenten?
Jeder Agent kümmert sich um einen Bereich: Sanierung (Reihenfolge der Maßnahmen), Förderung (BAFA/KfW/Steuer), Finanzierung, Wartung (Fristen), Dokumente (Vollständigkeit), Gebäudewert, CO₂ und Gebäudezwilling (Konsistenz). Sie erkennen Lücken, überwachen Fristen und liefern konkrete Empfehlungen.
10. Was ist das „Gebäude-Cockpit"?
Das Cockpit ist die aktive Ebene über den Daten. Es beantwortet drei Fragen: „Wie geht es meinem Gebäude heute?", „Was sollte ich als Nächstes tun?" und „Welche Chancen und Risiken kommen in den nächsten Jahren?" — statt roher Zahlen bekommen Sie priorisierte Handlungsempfehlungen.
11. Wie kommen meine Daten in den Pass?
Auf drei Wegen: über das Gebäudeprofil (Steckbrief mit Räumen, Fenstern, Anlagen), über Dokumenten-Upload (die KI liest belegbare Werte aus PDFs aus) und über die automatischen Berechnungen (Heizlast, Wärmepumpen-Auslegung, Energiebilanz). Jeder Wert wird mit seiner Herkunft gespeichert.
12. Was bedeutet das Vier-Augen-Prinzip bei der Freigabe?
Von KI oder aus Dokumenten gemeldete Werte werden zunächst als Vorschlag geführt. Erst nach ausdrücklicher Freigabe werden sie zum offiziellen Wert des Gebäudes — und lösen dann Folgeaufgaben und eine neue Bewertung aus. So wird nichts unbemerkt verändert; jeder maßgebliche Wert ist geprüft.
13. Was ist das Zwei-Pässe-Prinzip?
Es gibt zwei Ansichten: den Eigentümerpass (vollständig, nur für Sie) und den anonymen Gebäudepass (öffentlicher QR-Link, zeigt nur die von Ihnen freigegebenen Felder). So können Sie den Gebäudezustand nachweisen, ohne persönliche Daten preiszugeben.
14. Wer sieht meine Adresse und meinen Namen?
Niemand im öffentlichen Pass. Adresse und Eigentümerdaten erscheinen grundsätzlich nicht im anonymen Gebäudepass — sichtbar ist dort nur die Gebäude-ID und die freigegebenen Kennwerte. Die Trennung von Gebäude- und Eigentümer-Identität ist der Datenschutz-Kern des Systems.
15. Wie sicher sind meine Daten?
Jeder Wert trägt eine Vertrauensstufe und eine Herkunft (Provenance). Werte durchlaufen definierte Zustände (Entwurf → Gemeldet → Geprüft → Freigegeben), Änderungen werden versioniert und sind rückverfolgbar. Das Konzept orientiert sich an gängigen Standards für Nachvollziehbarkeit und Datenschutz.
16. Ersetzt der Gebäudepass den amtlichen Energieausweis?
Nein. Der amtliche Energieausweis ist gesetzlich geregelt und nur mit einer echten DIBt-Registriernummer rechtsgültig. Der Gebäudepass ergänzt ihn: Er kann einen registrierten Energieausweis als offizielles Dokument einbinden und stellt darüber hinaus die vollständige Gebäudebewertung bereit.
17. Kann der Pass einen Energieausweis erstellen?
Ja. Aus dem Gebäudeprofil wird ein Bedarfs- oder Verbrauchsausweis nach DIN 18599 berechnet. Für die amtliche Gültigkeit wird er über die Schnittstelle beim DIBt registriert und erhält eine offizielle Nummer. Ohne diese Nummer bleibt die Bewertung ein interner Kennwert und ist als vorläufig gekennzeichnet.
18. Wie hilft der Pass bei einer Sanierung?
Der Sanierungsagent schlägt Maßnahmen in sinnvoller Reihenfolge vor (mit Blick auf GEG-Zielwerte), der Förderagent prüft passende BAFA-/KfW-/Steuer-Programme, und der Finanzierungsagent stellt ein bankfähiges Investitionsmodell auf. Nach getaner Maßnahme aktualisiert sich die Bewertung — mit der Rechnung als Nachweis.
19. Warum ist der Gebäudepass für meine Bank wichtig?
Banken müssen den energetischen Zustand einer Immobilie zunehmend belegen — für die Beleihungsprüfung, für die Vergabe von Förder- und Sanierungskrediten und für ihre eigenen ESG- und EU-Taxonomie-Berichtspflichten. Fehlen belastbare Daten, wird die Prüfung langsamer, vorsichtiger und teurer.
Der Gebäudepass liefert eine bankfähige, nachvollziehbare Datengrundlage: geprüfte Energiekennwerte, dokumentierte Modernisierungen mit Belegen, die Versionshistorie und den eigens für Institute gedachten Building-Risk-Wert (niedrig = geringes Risiko). Das kann die Kreditentscheidung beschleunigen und den Zugang zu besseren Konditionen und grünen Finanzierungen (z. B. KfW) erleichtern. Über den anonymen Pass lässt sich der Zustand nachweisen, ohne persönliche Daten offenzulegen.
20. Was ist der Wallet-Pass?
Der Gebäudepass lässt sich als Karte in Apple oder Google Wallet ablegen — mit Gebäude-ID, aktuellem BTI, Version und QR-Code. Sobald eine neue Freigabe die Version anhebt, aktualisiert sich der Wallet-Pass automatisch. Voraussetzung sind die entsprechenden Wallet-Zertifikate (in Vorbereitung).
21. Wie fange ich an und wer betreut das?
Sie legen zunächst ein Gebäudeprofil an (Steckbrief mit Räumen, Fenstern und Anlagen); daraus entstehen automatisch Berechnungen, Bewertung und Pass. Bei der Ersteinrichtung und der fachlichen Freigabe unterstützt Sie das Ingenieurbüro Rolf Krause — sprechen Sie uns unter energieberatung@rolfkrause.com an.
Frequently asked questions about the digital building passport
21 answers on the Building ID, Building Trust Index, AI agents, privacy, bank readiness and the energy certificate.
1. What exactly is the digital building passport?
The building passport is your building's digital account: a structured, permanent file that brings together all relevant information — construction data, energy figures, documents, maintenance, refurbishments and ratings — in one place. Unlike a loose folder it is alive: it calculates, rates and proposes the next sensible steps.
2. Who is the building passport for?
For owners (overview, value retention, refurbishment planning), buyers and sellers (a documented condition instead of gut feeling), property managers (maintenance and statutory deadlines) as well as banks and consultants who need a reliable data basis.
3. What is the Building ID?
Every building receives an unchangeable identifier in the format DG-YYYY-NNNNNNNN. It identifies the building uniquely and remains in place throughout its entire life cycle — even when owner, address or use change. The building identity is deliberately kept separate from the owner's identity.
4. What does "lifelong" mean — does the passport survive a sale?
Yes. The passport belongs to the building, not to a person. On sale the maintained history passes to the new owner — modernisations, evidence and ratings are preserved. Over decades a complete life record grows that makes the value of the house transparent and credible.
5. What is the Building Trust Index (BTI)?
The BTI is a building rating from 0 to 100 based on an open, explainable rule set. Every point is traceably derived — you see exactly which entry earns how many points. It condenses the building's condition into a traffic light and makes progress over time visible.
6. Which pillars make up the BTI?
Seven weighted pillars: documentation (20 %), building technology (20 %), energy (15 %), data quality (15 %), maintenance (10 %), refurbishment (10 %) and future readiness (10 %). From these, three viewpoints are formed: Trust (reliability of the data), Health (technical condition) and Future (future readiness).
7. Is the BTI a kind of credit score?
No — explicitly not. The BTI rates the building, not a person's creditworthiness. It says nothing about income or payment behaviour, but about the documentation status, technology, energy and upkeep of the property. The rule set is disclosed — not a secret algorithm.
8. What is the difference between status and potential?
The BTI is two-stage: the status shows where the building stands today. The potential shows how many points each planned measure is likely to add — e.g. façade insulation, a new heating system, windows or PV. You see at a glance which step pays off most.
9. What do the eight AI agents do?
Each agent covers one area: refurbishment (sequence of measures), subsidies (BAFA/KfW/tax), financing, maintenance (deadlines), documents (completeness), building value, CO₂ and building twin (consistency). They detect gaps, monitor deadlines and deliver concrete recommendations.
10. What is the "building cockpit"?
The cockpit is the active layer above the data. It answers three questions: "How is my building doing today?", "What should I do next?" and "Which opportunities and risks lie ahead in the coming years?" — instead of raw numbers you get prioritised recommendations for action.
11. How does my data get into the passport?
In three ways: via the building profile (a data sheet with rooms, windows, systems), via document upload (the AI reads verifiable figures from PDFs) and via the automatic calculations (heating load, heat-pump sizing, energy balance). Every value is stored together with its origin.
12. What does the four-eyes principle mean at approval?
Values reported by the AI or from documents are first held as a proposal. Only after explicit approval do they become the building's official value — and only then do they trigger follow-up tasks and a new rating. Nothing is changed unnoticed; every relevant value is checked.
13. What is the two-passport principle?
There are two views: the owner passport (complete, for you only) and the anonymous building passport (public QR link, showing only the fields you have released). This lets you prove the building's condition without disclosing personal data.
14. Who can see my address and name?
No one in the public passport. Address and owner data never appear in the anonymous building passport — only the Building ID and the released figures are visible there. Separating building identity from owner identity is the privacy core of the system.
15. How secure is my data?
Every value carries a trust level and an origin (provenance). Values pass through defined states (draft → reported → verified → approved), changes are versioned and traceable. The concept follows established standards for traceability and data protection.
16. Does the building passport replace the official energy certificate?
No. The official energy certificate is regulated by law and only legally valid with a genuine DIBt registration number. The building passport complements it: it can embed a registered energy certificate as an official document and, beyond that, provides the full building rating.
17. Can the passport create an energy certificate?
Yes. A demand or consumption certificate per DIN 18599 is calculated from the building profile. For official validity it is registered with the DIBt via the interface and receives an official number. Without this number the rating remains an internal figure and is marked as preliminary.
18. How does the passport help with a refurbishment?
The refurbishment agent proposes measures in a sensible order (with an eye on GEG target values), the subsidy agent checks matching BAFA/KfW/tax programmes, and the financing agent draws up a bankable investment model. Once a measure is done, the rating updates — with the invoice as evidence.
19. Why is the building passport important for my bank?
Banks increasingly must evidence the energy condition of a property — for the lending assessment, for granting subsidised and refurbishment loans, and for their own ESG and EU-Taxonomy reporting obligations. Without reliable data the assessment becomes slower, more cautious and more expensive.
The building passport delivers a bank-ready, verifiable data basis: audited energy figures, documented modernisations with evidence, the version history and the purpose-built Building Risk score (low = low risk). This can speed up the credit decision and ease access to better terms and green financing (e.g. KfW). Via the anonymous passport the condition can be proven without disclosing personal data.
20. What is the wallet pass?
The building passport can be stored as a card in Apple or Google Wallet — with Building ID, current BTI, version and QR code. As soon as a new approval raises the version, the wallet pass updates automatically. This requires the corresponding wallet certificates (in preparation).
21. How do I get started and who supports it?
You first create a building profile (a data sheet with rooms, windows and systems); from this, calculations, rating and passport are generated automatically. For the initial setup and the professional approval you are supported by Ingenieurbüro Rolf Krause — get in touch at energieberatung@rolfkrause.com.
Brauchen Sie individuelle Beratung?
Die Online-Tools liefern technisch fundierte Orientierung. Für rechtsverbindliche Berechnungen, Förderanträge oder eine individuelle Begleitung Ihres Projekts stehe ich gerne zur Verfügung.